Kann uns das Qualitätsmanagement helfen, die Krise besser zu verstehen, zu durchleben und zu überwinden?

Die Welt wie wir sie kennen ist seit Anfang des Jahres im Wandel. Ein kleiner Virus hält sie in Atem. Das etwas so Kleines einen so großen Einfluss auf unser aller Leben haben kann, damit hat kaum einer, der sich nicht vorher schon intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, gerechnet.

Den Begriff Pandemie haben wir alle einmal in der Schulzeit gelernt. Eine Pandemie ist eine „sich weit ausbreitende, ganze Landstriche, Länder erfassende Seuche; Epidemie großen Ausmaßes“1

Das Wort setzt sich aus den griechischen Worten „Pan“, was so viel wie „ganz, gesamt, völlig“ bedeutet und „dẽmos“ dem „Volk“ zusammen. (2)

Somit betrifft eine Pandemie nicht nur einzelne Individuen, Gruppen oder Ethnien, sondern das gesamte Volk.

Aus Sicht eines Qualitätsmanagers ist meine erste Reaktion darauf: RISIKO.

Diese Pandemie stellt ein Risiko für unseren bisherigen Lebensstandard und unser Leben dar. Durch die Analyse dieses Risikos, das Abschätzen der Auftretenswahrscheinlichkeit und das Abwegen der Bedeutung können wir gezielt Maßnahmen ergreifen. Man kann also auch eine Pandemie mit einer FMEA (Fehler-Möglichkeits-Einfluss-Analyse) betrachten.

Wichtig dabei ist aber, das Risiko dieser Pandemie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Es geht nicht nur um die Sicht des Individuums auf das Risiko, sondern auch um die Sicht der Älteren Generationen, der Wirtschaft, der Ärzteverbände, der Regierung, der Tourismusbranche… diese Liste lässt sich endlos weiterführen.

Sie wissen sicher, wie schwierig es ist, bei einem Risiko mit bestimmter RPZ (Risikoprioritätszahl) geeignete Maßnahmen zu treffen. Wenn wir nun all die verschiedenen Ansichten auf das Risiko mit den verschiedenen RPZs betrachten und Maßnahmen beschließen wollen, scheint mir das eine Mammutaufgabe.

Die verschiedenen Maßnahmen, die nötig sind um die Risiken für die verschiedenen interessierten Parteien in Einklang zu bringen ist die größte Herausforderung dabei.

Was kann nun jeder einzelnen von uns machen, um das Risiko zu minimieren?

Ich bin der Meinung, wir sollten gerade in solch einer Situation nicht nur Maßnahmen ergreifen, die unser Individuelles Risiko verringern, sondern auch nach links und rechts schauen und Maßnahmen akzeptieren, die das Risiko für andere Interessensgruppen deutlich reduzieren.

Je eher wir die Maßnahmen also einhalten, bzw. „abarbeiten“, desto schneller können wir hoffentlich wieder zur Normalität zurückkehren.

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